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Unsere Arbeit im August 2017

Sind das Bäume? Nein, es sind Blumen und Pflanzen. Warum diese so wichtig sind für das Mama Earth-Mahagoni-Programm lesen Sie in diesem Monatsbericht.

 

Das Programm

Unser Modell der Wertholzerzeugung ist ausgereift und bereits dutzendfach erprobt. Wir betreuen inzwischen fast 100 Farmen zusammen mit Ihren Besitzern und hoffen es werden noch viele mehr. Wichtig in unserem Programm sind die Menschen und deren Lebensunterhalt. Nur wer in seiner Heimat seine Familie ernähren kann bleibt, eine Erfahrung, die in Europa zurzeit durchlebt wird. Um den Lebensunterhalt unserer Farmer zu sichern ist ein weiterer Baustein in unser Programm eingefügt worden, den wir hier vorstellen. Er ist genau so simpel wie das ganze Mama Earth-Programm, welches wir kurz erklären möchten um das kleine, aber wichtige Intermezzo, zu verstehen.

Das Grundprinzip unserer Wertholzerzeugung beruht auf wenigen Schritten: Die Farmer sollen ihr Land behalten und damit Geld verdienen. Dafür muss lediglich einmal der Kreis durchbrochen werden, der sich wie eine Gebetsmühle dreht: Pflanzen von Feldfrüchten und Aufnahme von Krediten mit hohen Zinsen zum Kauf für Düngemitteln bis zur Ernte. Durch dieses System wachsen die Schulden mitunter schneller als das Gemüse auf dem Acker.

Mit unserem Mahagoni-Programm verdienen Farmer an der Arbeit auf ihren Farmen und an ihren Farmflächen Geld. Wir pflanzen die Bäume nur auf nicht genutzten Flächen, stehlen also der Nahrungsmittelproduktion keinen Quadratmeter. Die Farmer haben in den ersten drei Jahren zusätzliches Einkommen durch das Pflanzen der Bäume und das Entfernen aller „Konkurrenten“ rund um den jungen Baum. Danach bedürfen die Bäume am Boden keiner Pflege mehr, nur noch in den Kronen, was wir aber im vorherigen Arbeitsbericht ausführlich beschrieben hatten (Wertasten).

Unser Programm hat den Vorteil, dass die Farmer ihre Farmen wie zuvor bewirtschaften, die Bäume sollen lediglich ihre Spardose sein. Das Mahagonibäume zu gewaltigen Werten heranwachsen ist bekannt. Hinzu kommt, dass Mahagoni neben anderen Harthölzern durch die schon als exzessiv zu bezeichnenden Bautätigkeiten in Asien noch stärker gefragt als in den vergangenen Jahrzehnten. Ein gutes Signal für Investoren, aber schlecht für die noch existierenden Wälder, wo es durch die hohen Holzpreise für Edel- und Harthölzer immer wieder zu illegalen Einschlägen kommt.Die staatliche Umweltbehörde, das Department of Natural Ressourcen and Environment (DENR) macht einen guten Job, aber auf 7.107 Inseln eine flächendeckende Kontrolle zu erreichen bleibt ein Wunschtraum. Deshalb kann nur angepflanztes Nutzholz den Druck von den Wäldern nehmen und das illegale Einschlagen stoppen.

Anmerkung: Nicht selten werden wir gefragt, warum unsere Bäume nicht FSE-zertifiziert sind. Ganz einfach: Wir wollen das Holz nicht exportieren. Es soll vor Ort Verwendung finden um die Wälder vor illegalen Einschlag zu schützen. Unsere 170.000 Bäume sind selbst dafür zu wenig, was Sie gerne als Einladung verstehen können
Mahagonibäume zu kaufen. Hier passt unser Slogan nicht schlecht:

Geld wächst nicht auf Bäumen, aber mit unseren Bäumen wächst Ihr Geld

Weiter im Text: Wie ausgeführt haben unsere Farmer durch uns die ersten drei Jahre ein sicheres Zusatzeinkommen. Mahagonibäume brauchen aber 12 Jahre um einen verwertbaren Durchmesser von 33 bis 36 Zentimeter zu erzielen. Da die Farmer ihre Farmen weiterhin wie zuvor betreiben, sollte sich hieraus kein Problem ergeben. Dem ist nicht so. Durch die drei Jahre mit dem zusätzlichen Einkommen von Mama Earth hat sich das Haushaltseinkommen verbessert. Eine Rückstufung ist selten willkommen. Zudem wissen die Farmer um den hohen Wert der Bäume, die auf ihrem Land heranwachsen, von dem ihnen in einigen Jahren 50 % gehört. Und schon kommt eine weitere menschliche Komponente ins Spiel: Mit dem Wertezuwachs der Bäume steigt die Begehrlichkeit den Lebensunterhalt zeitnah zu verbessern. Da keimt schnell der Gedanke auf diese Bäume bei Mama Earth zu beleihen, was aber unserem Konzept widerspricht, denn die Bäume sollen den oben beschriebenen Kreis durchbrechen und die Farmer entschulden.

Wo könnte eine Lösung liegen? Richtig. Zusätzliches Einkommen schaffen. Nach einigen Fehlversuchen ist uns scheinbar der Durchbruch gelungen: Flower Power. Ein großer Name, der aber nicht anderes aussagt als Topfblumen zu verkaufen. An Einfachheit nicht zu übertreffen und durch Symbiotik lukrativ.

Zur Erinnerung: Wir kontrollieren ständig die Bäume, fahren also mit dem Auto von Davao nach Monkayo und Montevista. Um Leerfahrten zu vermeiden wird jede Fahrt vorher geplant, trotzdem bleibt der Nissan während der Rückfahrt oft leer. Ärgerlich. Aber das war gestern. Nun kommt der nicht mehr so junge Nissan schnaufend in der rasant wachsenden Metropole Davao an, überladen mit Blumen in Töpfen.

Der nächste Akt: Wir verteilen die Töpfe auf unsere Verkaufsstellen, die aus einfachen Blumenständern aus Metall bestehen. Sie stehen vor kleinen Läden in belebten Straßen, Autowaschanlagen, Restaurants etc.
Jeder zieht daraus seinen Nutzen:

1. Die Farmer bekommen von Mama Earth die Töpfe geliefert und müssen diese mit Erde füllen und darin Blumen und Pflanzen heranziehen. Jede Pflanze wird gekauft, wenn sie eine verkaufbare Größe erreicht hat. Wieder greift unser Konzept: Einkommen ohne Investment, aber kein Geld ohne Arbeit. Eine Mengenbeschränkung gibt es nicht. So bestimmen die Menschen selbst wie viel Arbeit sie sich zusätzlich zumuten können um ihr Haushaltseinkommen zu verbessern.

2. Der Händler in Davao verkauft die Pflanze oder Blume für einen festgeschriebenen Preis und verdient an jedem Topf 20 Peso (zurzeit 0,35 Euro) und kann durch das kleine Zusatzeinkommen seine Miete oder seine Stromrechnung bezahlen.

3. Die Mama Earth Foundation verdient an diesem Programm nichts, kann aber alle Kosten decken (Fahrer, Verpflegung, Auto, Diesel et.), hat aber den Riesenvorteil die Versorgungslücke für die Farmer schließen zu können. Kurz: Allen Beteiligten ist geholfen.

 

Kaufen Sie Ihre Bäume

Warum sind unsere Mahagonibäume so unvergleichbar günstig? 10 Euro für einen Mahagonibaum ist im Vergleich mit anderen Anbietern schon unschlagbar. Vielleicht reichen Ihnen drei Gründe um es zu verdeutlichen:• Wir kaufen oder pachten kein Land• Wir brauchen keine aufwendige Bewachung. Die Bäume wachsen in kleinen Ortsgemeinschaften (Barangayen) wo jeder Jeden kennt. Niemand wird seinem Nachbarn einen Baum stehlen.• Wir zahlen keine Verkaufsprovisionen wie es andere Anbieter. Provisionen bis zu 50 % und ein aufwendiges Marketing sind Preistreiber.
Wir würden uns freuen, wenn Sie mitmachen. Verdienen Sie gute Zinsen. Sie zahlen lediglich 10 Euro pro Mahagonibaum. Für diesen finanziellen Einsatz können Sie nach 12 Jahren über 40 Euro erwarten, für einen Teakbaum, der 16 Euro kostet, nach 15 Jahren über 90 Euro. Schreiben oder besuchen Sie uns.
Und um Ihnen neben der sozialen Komponente noch eine ökologische zu nennen. Wir forsten auch auf mit endemischen Bäumen, die nicht zum Holzeinschlag genutzt werden (myTree). Wenn Ihre Mahagonibäume zur Ernte anstehen wachsen eben so viele viele Bäume bereits zum Klimaausgleich. Mehr kann keiner.

Dieser Monatsbericht ist wieder etwas ausgeufert. Sie kommen deshalb diesen Monat einen zweiten.
Darin geht es um
• myTree-Geschenkarten (hier gibt es gute Neuigkeiten)
• Kakao, auch hier geht es gut voran; die große Ernte steht im November vor der Tür
• Eco Park in Montevista ist bepflanzt

Herzlichen Dank für Ihr Interesse

Ulrich Kronberg

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