Mangroven
Inzwischen dürfte bekannt sein, dass wir gemeinsam mit dem Team von Professorin Lea Jimenez (Universität Mati) ein Experiment durchführen, das in seiner Art einzigartig ist, jedoch auf verlässlichen Fakten basiert. Nach unserem Kenntnisstand ist dies das erste Experiment dieser Art weltweit.
Es ist bekannt, dass Mangroven die Fischbestände bereits nach sehr kurzer Zeit messbar erhöhen – selbst wenn die Mangroven noch klein sind. Dasselbe gilt für Riffe, auch wenn sich die Korallen noch im Anfangsstadium befinden.
Doch was passiert, wenn intakte Mangrovenbestände und intakte Riffe nahe beieinanderliegen? Steigt die Fischpopulation dann in ihrer Stärke und Anzahl?
Um diese Frage zu beantworten, wird im Januar 2024 ein geschädigtes Riff in der Pujada-Bucht repariert (www.rrreefs.com). Gleichzeitig werden Mangroven so nah wie möglich an dem restaurierten Riff gepflanzt. Die Dokumentation der Entwicklung übernimmt die Universität.
Alle Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen. Das Versuchsgelände wurde vermessen und vom Department of Environment and Natural Resources (DENR) als streng geschütztes Gebiet ausgewiesen.
Die Container mit den ersten gebrannten Lehmziegeln werden Anfang Januar 2024 in Davao eintreffen und direkt nach Mati verschifft. Diese Bausteine wurden noch in der Schweiz gebrannt.
Mittlerweile haben wir auf Mindanao aus fünf Lehmarten in verschiedenen Gebieten bei Cateel – einer kleinen Stadt etwas mehr als zwei Stunden von Mati entfernt – den am besten für 3D-Druck geeigneten Lehm gefunden.
Weitere Informationen:
https://www.team-malizia.com/news/reviving-pujada-bay-corals-meet-mangroves-in-a-collaborative-project-in-the-philippines
https://www.archyde.com/reviving-coral-reefs-restoring-marine-ecosystems-with-clay-brick-modules/

Auch in der Pujada-Bucht wurden Riffe zerstört, wodurch die Fischbestände zurückgingen. Hier muss der Mensch reparieren, was durch Unwissenheit oder Ignoranz zerstört wurde.

Die aus Lehm gebrannten Ziegel sind offenporig, sodass sich die Korallensporen von selbst auf ihnen absetzen und zu Korallen heranwachsen können.

Das Gras wird dort gemäht, wo die Bäume wachsen. An den Seiten wird es nicht gepflegt, da sich dort Feuchtigkeit aus dem Morgentau sammeln kann, falls es ein paar Tage lang nicht regnet – was nur selten der Fall ist.
myTree-Geschenkkarten
Obwohl Weihnachten noch nicht vor der Tür steht, möchten wir Sie an unsere großartigen Geschenkkarten erinnern, die „zu jeder Gelegenheit passen“ – selbst ohne Anlass bereiten sie als Geschenk große Freude. Wenn Sie sie aus dem Internet herunterladen, sind sie etwas schlicht, aber als hochwertige Geschenkkarte im Umschlag sehr überzeugend.
Das Wichtigste ist jedoch: Jede Karte, egal ob online bestellt und ausgedruckt oder per Post als Geschenkkarte geliefert, steht für einen Baum, den wir bereits gepflanzt haben.
Schulstühle
Ein wenig müde ist auch unsere Aktion mit den Schulstühlen aus gesammeltem und eingeschmolzenem Plastikmüll. Momentan statten wir die Schule der Indigenous People (IP) in Mati aus. Dort werden noch über 100 Stühle benötigt.
Wenn Sie möchten, können Sie gerne einen oder mehrere Schulstühle spenden. Ein Stuhl kostet 38 Euro – nicht billig, aber wertvoll, da diese Stühle fast unzerstörbar sind. Das Gute daran ist, dass der Plastikmüll aus dem Meer entfernt wird und durch die Schulstühle ein zweites Leben erhält.
Bambus
Das Interesse an Bambus ist weiterhin groß, doch wir haben noch kein weiteres Gebiet, um unsere Bambusplantagen zu erweitern. Wie im Arbeitsbericht vom September 2023 geschrieben, ist es nicht einfach, dafür Ackerland zu finden.
Es gibt jedoch inzwischen eine weitere Möglichkeit, Bambusplantagen für Landwirte attraktiver zu machen: Unser Bambuspartner Burkhard Kiehne hat ein Verbundmaterial aus Bambusfasern entwickelt, das für den Bausektor interessant sein könnte. Nicht nur, weil es kostengünstig hergestellt werden kann, sondern auch, weil es für den Außeneinsatz geeignet ist – etwas, das die in der Trockenbauweise üblichen Gipsplatten nicht leisten.

Riesiger Bambus in der Baumschule

Alle Setzlinge wachsen aus Samen auf Sprühtischen.


