Entwaldet durch Holzfirmen. Erfreulicherweise hat das hüfthohe Gras den Mutterboden verankert. Das Aufforsten ist erfolgreich.
„Wer einen Baum pflanzt, pflanzt eine Hoffnung.“ sagt Lucy Larcom
Unsere Pflanzaktivitäten in den Bergen sind durch die massiven Mangrovenpflanzungen in Baganga etwas in den Hintergrund geraten. Auch wenn die Sichtbarkeit nicht immer gegeben ist, sind wir stets aktiv. Ende April haben wir mit der Firma Concentrix aus Davao, mit der wir auch Mangroven in San Isidro pflanzen, die zweite Welle endemischer Bäume in Patag, Marilog, gepflanzt. Das Team der Mama Earth Foundation hat die Kosten für die Vorbereitungen und die Setzlinge übernommen. Wir haben das hohe Gras eingeschnitten, die Löcher gegraben sowie die Bäumchen an die Pflanzstellen gebracht. Concentrix reiste mit 190 Personen an, da nach den Pflanzungen für die Kinder in Patag eine lustige Leseveranstaltung stattfand, gefolgt vom Verteilen kostenlosen Schulmaterials.
Nun wachsen nicht nur 300 endemische Bäume mehr in Patag, wo allerdings noch mindestens zehn Millionen fehlen, sondern die Kinder hatten einen guten Tag. Und es wird noch besser: Die nächsten kostenlosen Schulstühle gehen an die Grundschule in Patag. Allerdings haben wir für das kostenlose Abgeben von Schulstühlen eine Regel festgelegt, die wir auch kontrollieren: Die Lehrerschaft muss dafür sorgen, dass im weiten Umkreis der Schule kein Müll auf der Straße liegt. Sollten wir bei unserem nächsten Besuch Straßenmüll vorfinden, werden keine Schulstühle mehr geliefert. Unser Ziel ist es, auf die zunehmende Plastikflut weltweit aufmerksam zu machen.
Wer uns helfen möchte, mehr Bäume in den Bergen von Marilog zu pflanzen, ist hier richtig:



Mein Freund Gerald Nowak, der sich mit seiner Frau Sibylle enorm für die Schulstühle einsetzt, hat uns eine einfache Frage gestellt, die uns die Röte ins Gesicht getrieben hat: „Wie viele der ausgelieferten Schulstühle sind für Kinder, die mit links schreiben?“ Unsere peinliche Antwort: null. Das werden wir ändern. Nach unseren Recherchen sind es zirka 15 Prozent (Google schreibt 12,21 %). Die Zahlen sind damit mit denen in Deutschland vergleichbar. Wir haben sofort Rücksprache mit der Recyclingfirma gehalten und erfahren, dass auch Stühle für Linkshänder gebaut werden. In Zukunft werden wir also bei 100 Schulstühlen immer 14 mit Schreibplatte auf der linken Seite bestellen. Wer einen oder mehrere Schulstühle spenden möchte, findet hier mehr Informationen:
https://mama-earth.eco/plastic-trash-pest-for-our-wonderful-world/
Bekanntlich haben wir noch zahlreiche Urwaldriesen in unserem kleinen Toog-Park in Montevista, Davao de Oro, anzubieten. Diese imposanten Bäume werden dort sicherlich noch 200 Jahre wachsen. Nehmen Sie gerne eine Patenschaft, zum Beispiel wenn Sie heiraten, oder einfach als Geschenk zum nächsten Geburtstag.
Neu ist, dass wir auf der Suche nach Setzlingen für Almaciga (Agathis philippinensis) sind. Sie sind anscheinend fast nicht zu bekommen, aber wir haben gute Kontakte. Dieser gewaltige Nadelbaum wird als „The King of the Forest“ bezeichnet und kann bis zu 60 Meter hoch wachsen (Foto Forestry). Da Almaciga inzwischen als gefährdete Art gilt, müssen wir handeln. In Kürze gibt es hoffentlich mehr Informationen.






Mangroven
So ganz ohne Mangroven geht es nicht. Zuerst die schlechte Botschaft: Unsere Drohne ist während der Dokumentationsflüge abgestürzt, weil eine plötzliche Windböe sie in die Mangroven gedrückt hat. Wir müssen für die Dokumentation immer so tief wie möglich fliegen, allerdings war es dieses Mal zu tief. Nun ist sie in der Dohnen-Klinik in Davao. Hoffentlich ist die Reparatur möglich und wir können unsere Arbeit wieder aufnehmen, ohne ein neues Fluggerät zu kaufen.
Die gute Nachricht ist, dass wir die ersten 10.000 Pagatpat-Setzlinge in Guang guang angeliefert haben, um die Kalksteinflächen aufzuforsten. Auch hier ein Wermutstropfen: Die Stadtverwaltung hat die Fläche vor dem Gebäudeeingang mit Zementpflastersteinen bestückt. Die sind so schlecht, dass sie nicht mit dem Lkw befahren werden dürfen. Wir mussten mit vielen Helfern die Setzlinge abladen und in unsere Baumschule bringen, wo sie sich im Schatten der Bäume vom Transportstress erholen können. Drei Tage Arbeit, denn zurzeit ist es in Mati so heiß, dass wir zwischen 11 Uhr morgens und 15 Uhr am Nachmittag nicht arbeiten konnten. Alle Setzlinge ruhen nun im Schatten und werden jeden Morgen und jeden Abend mit Seewasser eingenebelt.



